- Tierischer Einsatz: Die Chemnitzer Feuerwehr befreite diesen Mauersegler.
Todesfalle Dachrinne! Vogel-Alarm bei unserer Feuerwehr
Er muss sich hundeelend gefühlt haben, gefangen in dieser doofen metallischen Dachrinne. Feuerheiß in dieser Hitze. Ein Backblech in luftiger Höhe, an einer Stelle, wo sich Herr und Frau Mauersegler sonst gern ihr Turteltauben-Nest bauen. Doch dann war da dieses blöde Netz, dass die Dachrinne wohl vor Laub schützen soll.
Anwohner in Chemnitz hörten heute kurz vor 13 Uhr dieses klägliche Pipsen, das immer leiser wurde – und griffen zum Telefon: 112. Bitte kommen Sie schnell, hier ist ein Vogel in Not. Und die Retter kamen schnell.
Vogel statt Feuer
Wenige Minuten nach dem Notruf waren die Kameraden der Feuerwehr Chemnitz in der Carl-von-Ossietzky-Straße. Keine brennende Küche, kein qualmender Keller, kein klassischer Blaulicht-Kracher. Nur ein Mauersegler. Klein, leicht, aber ziemlich in der Klemme. Das Tier hatte sich offenbar in einem Netz an einer Dachrinne verfangen. Da kommt selbst der fitteste Vogel mit Flügelschlagen allein nicht weit. Schon gar nicht bei dieser Hitze.
Der Mauersegler war offenbar völlig entkräftet und überhitzt. Viel fehlte wohl nicht mehr auf dem Weg zum Piepmatz-Broiler. Aus dem luftigen Sommerplatz war eine Falle geworden. Ein tödliche Dachrinnen-Falle.
Jetzt wird der Mauersegler aufgepäppelt
Die Rettung kam auf zwei Beinen und einer Drehleiter. Feuerwehrmann Ronny Thämmig befreite den kleinen Pechvogel aus seiner misslichen Lage. Danach ging es nicht zurück unters Dach, sondern erst einmal zum Tierarzt. Dort wird dider Mauersegler nun versorgt und wieder aufgepäppelt. Ein kleiner Einsatz für die Feuerwehr. Für den Mauersegler vermutlich der wichtigste des Tages.
