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Katja Dietrich übernimmt das Ruder in Weißwasser

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Eine Frau übernimmt das Ruder in Weißwasser. Katja Dietrich heißt die neue Oberbürgermeisterin. Sie wurde heute in zweiter Runde mit 42,7 Prozent gewählt. Swantje Schneider-Trunsch („Klartext“) kam auf 37,3 Prozent, David Kreiselmeier (AfD) auf 19,9 Prozent. Im zweiten Wahlgang reichte die einfache Mehrheit für den Sieg.

Die Gewinnerin ist SPD-Mitglied, trat aber als unabhängige Bewerberin an. Sie ist 43 Jahre alt. Studiert hat sie Wirtschaftsgeografie. Katja Dietrich arbeitet derzeit noch bei der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung (SAS). Ihr liegen besonders die Strukturwandelthemen am Herzen. Die SAS-Beraterin will insbesondere eine Wirtschaftsförderung in der Verwaltung aufbauen, um sich in der Zusammenarbeit mit den Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Auch die Kultur- und Bildungseinrichtungen der Stadt will sie langfristig sicher in der Region etablieren.

Als erstes will sich die neue Oberbürgermeisterin um den Haushalt kümmern. Weißwasser hat noch immer keinen gültigen Finanzplan. „Wir müssen schnell einen Haushalt aufstellen, damit wir auch handlungsfähig sind.“

Sie setzt auf  Transparenz und Kommunikation, will sachlich und schnell informieren. Und auch das ist ihr wichtig: „Wir sollten auch ein neues Miteinander in der Bürgerbeteiligung finden.“

Amtsinhaber Torsten Pötzsch war nicht mehr angetreten – aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen, wie er im Frühjahr erklärte. Mit seinem Wirken erlangte er überregionale Bekanntheit. 2020 wurde ihm der mit 30.000 Euro dotierte Deutsche Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung verliehen - für sein Engagement gegen Hass und Spaltung in der Gesellschaft.

 

Audio:

Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Katja Dietrich, der neuen Oberbürgermeisterin von Weißwasser
Was die Weißwasseraner von der neuen Oberbürgermeisterin erwarten