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Tillich erklärt nach CDU-Wahldebakel seinen Rücktritt

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Nach der Schlappe seiner sächsischen CDU bei der Bundestagswahl zieht Ministerpräsident Stanislaw Tillich persönliche Konsequenzen. Er trete nach neun Jahren als Regierungschef im Dezember zurück, sagte Tillich am Mittwoch in Dresden. Auch für das Amt des CDU-Landesvorsitzenden werde er bei Parteitag im Dezember nicht mehr zu Verfügung stehen. Als seinen Nachfolger wolle er Generalsekretär Michael Kretschmer vorschlagen. Bei der Bundestagswahl am 24. September war die AfD in Sachsen stärkste politische Kraft geworden und hatte dabei die seit der Wende im Freistaat regierende CDU um ein Zehntelprozentpunkt übertroffen. „Für eine gute Zukunft Sachsens sind auch neue Antworten wichtig. Es braucht den Mut, gewohnte Bahnen zu verlassen“, sagte Tillich. Deshalb habe er sich entschlossen, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben. Seit Tagen war im Freistaat über eine größere Regierungsumbildung spekuliert worden. Ende September war bereits Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) zurückgetreten. Sie hatte private Gründe angegeben. Über seine Pläne für eine Nachfolge in dem Ressort werde er am Donnerstag zunächst die Fraktion unterrichten, kündigte Tillich an. Nach der Wahl hatte Tillich bereits eine schärfere Asyl- und Einwanderungspolitik gefordert und von seiner Partei verlangt, die Lücke nach rechts zu schließen. Die sächsischen Landräte hatten von ihm darüber hinaus weitere Konsequenzen gefordert. (dpa)