Tierpark freut sich über Nachwuchs
Im Krallenaffenhaus des Tierparks sind neue Bewohner zu bewundern. Mit einem Paar Silberaffen ist eine noch nie gehaltenen Art eingezogen, zeitgleich kam ein neues Springtamarin-Männchen in den Tierpark. Die Neuzugänge haben einige Zeit in der Quarantäne verbracht, wo sie für die Besucher nicht sichtbar sind. Vergangene Woche wurden jeweils Männchen und Weibchen der beiden Arten zusammengelassen und kurze Zeit später in die Gehege im Krallenaffenhaus umgesetzt, wo sie inzwischen auch Zugang zu den Außengehegen haben. Springtamarine werden im Tierpark seit 1992 gehalten und es wurden schon einige Jungtiere geboren. Eines davon ist das hier lebende Weibchen, welches auf Empfehlung der Koordinatorin des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes für Springtamarine, an dem der Tierpark Chemnitz teilnimmt, aus dem Zoo D' Asson in Frankreich einen Partner erhalten hat. Springtamarine kommunizieren über ein vielfältiges Lautrepertoire, die Töne reichen sogar teilweise bis in den Ultraschallbereich hinein. Diese Affenart besitzt ein enormes Sprungvermögen, es wurden horizontale Sprünge bis 4 m beobachtet. Die Nahrung besteht vor allem aus Früchten, Insekten und kleinen Wirbeltieren. Es wird meist nur ein Jungtier geboren. Die Silberaffen stammen aus den Zoos Krefeld und aus dem französischen Affenpark La Vallee des Singes. Sie sind relativ kleine Krallenaffen und leben im primären und sekundären Regenwald und ernähren sich unter anderem von Baumsäften, Früchten, Insekten, kleinen Wirbeltieren und Eiern. Die Tragzeit beträgt rund 145 Tage, es werden meist Zwillinge geboren, die von der gesamten Familiengruppe betreut werden.