Taxis für Flüchtlinge künftig nur noch in Ausnahmefällen
Die Landesdirektion will ihre bezahlten Taxifahrten für Asylbewerber drastisch einschränken. Künftig soll es Sammeltransporte mit Kleinbussen geben, zum Beispiel wenn die Menschen von einer Unterkunft zum Bundesamt für Migration nach Chemnitz gebracht werden müssen. Durch die neuen Außenstellen in Leipzig und Dresden würden viele Fahrten entfallen. Zudem sollen ab dem 8. Februar keine Flüchtlinge mehr auf die Kommunen verteilt werden, zu denen noch keine Akte angelegt wurde.Bezahlte Fahrten zum Arzt soll es dagegen weiterhin geben. Damit solle gesichert werden, dass die Flüchtlingen pünktlich zum vereinbarten Termin beim Facharzt erscheinen, erläuterte der Abteilungsleiter Asyl und Ausländerrecht, Peter Darmstadt, von der Landesdirektion. Dies sei wichtig. Wenn sich der Flüchtling verspäte, entstünden dem Land für die Dienste des Dolmetschers, der beim Arzt anwesend sei, erhebliche Mehrkosten. Die Rückfahrt werde nicht übernommen, wenn nicht ein gesundheitliches Problem den Krankentransport erfordere. Den Angaben zufolge hat der Freistaat in den Monaten November und Dezember rund 51.000 Euro für die Taxifahrten ausgegeben. Berichten zufolge hatten Seniorenverbände vor allem gegen die bezahlten Fahrten zum Arzt protestiert. Sie verwiesen darauf, dass selbst Rentner, die ihre niedrige Einkünfte mit Hartz IV aufstocken müssten, solche Fahrten oft aus der eigenen Taschen bezahlen müssten.