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Tausend Chemnitzer demonstrieren für eine weltoffene Stadt

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Mehr als 1.000 Menschen haben am Montag­abend in der Innen­stadt für ein weltof­fenes Chemnitz demons­triert. Zu der Aktion hatte ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport aufge­rufen. Anlass war eine Kundge­bung des Chemnitzer Pegida-Ablegers Cegida, zu der rund 500 Teilnehmer auf die Brücken­straße kamen. Beide Veran­stal­tungen verliefen nach Angaben der Polizei störungs­frei. Der geplante Abend­spa­zier­gang von Cegida mußte aller­dings abgesagt werden. Hinter­grund ist der Perso­nal­not­stand bei der sächsi­schen Polizei. Diese sah sich aufgrund der zeitglei­chen Pegida- und Legida-Veran­stal­tungen in Dresden und Leipzig nicht in der Lage, einen Marsch durch die Chemnitzer Innen­stadt abzusi­chern. Deshalb gab es diesmal nur eine Kundge­bung. Dort sprach unter anderem Heiko Bernardy. Der Thüringer war mal bei der AfD, mußte aber wegen rassis­ti­scher Äußerungen sein Amt nieder­legen. In seiner Rede am Marx-Monument verun­glimpfte er unter anderem Muslime - dafür erntete er laute Pfiffe und Buh-Rufe von den Gegen­de­mons­tranten. Für kommenden Montag kündigte Cegida-Sprecher Steffen Musolt eine weitere Demo an, zugleich gab er bekannt, dass sich Cegida und Erzgida zu Pegida Chemnitz-Erzge­birge vereinen werden.