Tarifkonflikt in der Metallindustrie spitzt sich zu
Nachdem die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie ergebnislos geblieben sind, gibt es am Freitag auch in Chemnitz wieder Streiks. Die IG Metall hat die Beschäftigten von thyssenkrupp aufgerufen, ganztägig die Arbeit niederzulegen. Bei Siemens und Volkswagen machen die Mitarbeiter eher Feierabend und beteiligen sich auch an der Aktion.
Knackpunkt im Tarifstreit ist das von der Gewerkschaft geforderte Angleichungsgeld. Es soll für Beschäftige im Osten gezahlt werden, weil diese 38 statt 35 Stunden arbeiten.
Nachdem am Montag die Verhandlungen mit den Arbeitgebern erneut ohne Ergebnis verlaufen waren, wächst der Unmut bei den Beschäftigten. „Daher müssen wir jetzt eine Schippe drauflegen und gehen in die 24-Stundenwarnstreiks. Diese Eskalation hat der Arbeitgeberverband selbst zu verantworten“, erklärt Mario John, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Chemnitz.
Das Gros der Beschäftigten von thyssenkrupp Presta wird den 24-Stunden-Warnstreik zu Hause verbringen. Aufgrund der pandemischen Lage sind Streikposten bestehend aus bis zu 10 Personen vor Ort, so die IG Metall.