++ EIL ++

Tarifeinigung bei der Mitteldeutschen Flughafen AG

Zuletzt aktualisiert:

Im Tarifkonflikt an den Flughäfen in Dresden und Leipzig/ Halle haben die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und die Mitteldeutsche Flughafen AG eine Einigung erzielt. Demnach erhalten alle Vollzeitbeschäftigten einen Inflationsausgleich von 2.300 Euro. Anschließend steigen die Vergütungen der Beschäftigten in mehreren Schritten um insgesamt 500 Euro.

Das entspricht laut Verdi einer Erhöhung von bis zu 19 Prozent. Bei den Einstiegslöhnen konnten sogar Erhöhungen um über 30 Prozent erreicht werden. Zusätzlich ist es gelungen, die Entgelttabelle zu modernisieren und den Altersteilzeittarifvertrag zu verlängern. Für die Kollegen der Feuerwehr wurde das bisherige Wahlmodell zwischen Geld und Freizeit ausgebaut und weiter aufgewertet.

„Die Tarifrunde war hart und intensiv. Umso mehr freue ich mich darüber, dass wir nun ein gutes Ergebnis erzielen konnten, das beide Seiten gemeinsam tragen können“, sagt Paul Schmidt, ver.di Fachbereichsleiter und Verhandlungsführer. „Wir wissen, dass der Arbeitgeber damit an die Grenze der finanziellen Leistungsfähigkeit gegangen ist. Im Umkehrschluss war diese Weiterentwicklung aber auch dringend nötig, um die Flughäfen fit für die Zukunft zu machen.“

„Wir freuen uns, dass wir eine Tarifeinigung mit der Gewerkschaft ver.di erzielt haben. Dieser Abschluss markiert das Ende von fünf Verhandlungsrunden, die von Streiks und zahlreichen ausgefallenen Flügen begleitet waren. Das angenommene Angebot stellt den maximalen Spagat zwischen dem wirtschaftlich Machbaren und den Forderungen von ver.di dar. Speziell für die Beschäftigten der unteren Entgeltgruppen wurden überdurchschnittliche Entgeltsteigerungen vereinbart.“ betont MFAG-Finanzvorstand Ingo Ludwig und ergänzt: „Trotz der großen wirtschaftlichen Herausforderungen und der strukturellen Besonderheiten mit denen wir als Unternehmen konfrontiert sind, ist es mit dem heutigen Abschluss gelungen, substantiell auf die Bedürfnisse der Beschäftigten einzugehen.“

Die Tarifverträge haben eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025. Beide Seiten haben eine Erklärungsfrist bis zum 28. März 2024 vereinbart.