Talsperre Euba soll verkauft werden
Die Stadt hat die marode Talsperre Euba öffentlich zum Kauf ausgeschrieben. Knapp 18.000 Euro will das Rathaus für das Grundstück samt Staumauer haben. Ein potentieller Investor steht bereits in den Startlöchern: der Besitzer des Naturbades Niederwiesa, Frank Buschbeck. Er bemüht sich schon länger um die Talsperre. Sollte er den Zuschlag erhalten, will er das sechs Hektar große Areal wieder in eine Freizeitanlage verwandeln. Dazu müßte zunächst die Staumauer saniert werden - die Kosten dafür werden auf etwa zwei Millionen Euro geschätzt.Die Talsperre wurde 1912 bis 1914 von Italienern im Auftrag der Königlich-Sächsischen Staatseisenbahn als Betriebswasserspeicher gebaut. Die denkmalgeschützte Talsperre mit 160.000 Kubikmetern Fassungsvermögen lieferte per unterirdischer Leitung Kesselwasser für Dampfloks im Bahnbetriebswerk Hilbersdorf. Anfang der 60er Jahre errichtete die Gemeinde dort ein Bad. Der Badebetreib begann 1965. Das Bad wurde 1988 geschlossen. 1993 verkaufte die Reichsbahn an die damals noch selbstständige Gemeinde. 1994 übernahm die Stadt Chemnitz das 5,5 Hektar große Areal als Zugabe. Jährlich kosten Wartung und Instandhaltung rund 10.000 bis 15.000 Euro, dazu kommt hoher Schaden durch Vandalismus.