Talsperre Euba bleibt erhalten und wird saniert

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Die Talsperre Euba hat wieder eine Zukunft. Der Stadtrat hat entschieden, dass die marode Staumauer gesichert und teilweise saniert wird. Damit soll auch eine mögliche Hochwassergefahr gebannt werden. Denn die Staumauer ist an einigen Stellen schon undicht und lässt Wasser durch.

Die Möglichkeit, das Gelände später wieder als Talsperre zu nutzen, wurde in dem Beschluss ebenfalls verankert. Dafür hatten sich die Fraktionen eingesetzt. Für ein tragfähiges Entwicklungskonzept sei man weiter offen, so die Stadträte. Eine Komplettsanierung der denkmalgeschützten Anlage kommt derzeit aus finanziellen Gründen nicht in Frage, das würde mehr als acht Millionen Euro kosten.

Die denkmalgeschützte Talsperre ist seit rund 30 Jahren nicht mehr in Betrieb, an der Mauer wird auch kein Wasser mehr angestaut. Trotzdem muss die Regeltechnik immer wieder überprüft werden, um ein unkontrolliertes Anstauen zu verhindern. Beim Hochwasser 2013 hatte sich der Stauraum nach heftigen Regenfällen schnell gefüllt. Damals konnte nur knapp verhindert werden, dass die Talsperre überläuft. Denn ein Schieber war verklemmt und musste mit Hilfe der Feuerwehr aufwendig instandgesetzt werden.

Die Talsperre Euba war 1914 gebaut worden, sie versorgte damals die Dampflokomotiven im Bahnbetriebswerk Hilbersdorf über eine Leitung mit Wasser. Bis etwa 1988 wurde das Gelände als Freibad genutzt. Heute ist das Baden verboten.