Streit um Piratenflagge noch nicht entschieden
Im Streit um die Piratenflagge im Fenster einer Wohnung auf dem Kaßberg sind die Fronten weiter verhärtet. Bei einem Vor-Ort-Termin ließ das Landgericht heute die umstrittene Flagge noch einmal hissen. Richter Andreas Frei gab zu Protokoll, dass die Flagge durchaus dominant wirke. Es sei aber deutlich erkennbar, dass es sich dabei um eine freundlich wirkende Kinderfahne handele. Dem konnte die beklagte Mutter, Anett Krüger nur zustimmen. Beide Streitparteien machen sich nun weiter Hoffnung auf eine Entscheidung in ihrem Sinne. Am 21. Oktober will sich das Landgericht dazu äußeren. In dem Prozess hatte der Vermieter die Mieterin auf Schadenersatz verklagt, weil nach seinen Angaben zwei Mietinteressenten wegen der Piratenflagge abgesprungen seien. Den Schaden bezifferte der Anwalt des Vermieters am Donnerstag auf etwa 700 Euro. In der ersten Instanz hatte ihm das Chemnitzer Amtsgericht Ende 2010 Recht gegeben. Seitdem darf die Flagge nicht mehr hängen. Daraufhin ging die Mieterin in Berufung. Sie ist nur dann bereit, dauerhaft auf die Piratenflagge im Zimmer ihres Sohnes zu verzichten, wenn sie keine Gerichtskosten tragen muss.