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Streit um Burschen­schafts­mit­gliedschaft des Verfassungs­schutz­prä­sidenten

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Darf ein Verfas­sungs­schutz­chef Mitglied einer Burschen­schaft sein? In der Regie­rung und der Opposi­tion in Sachsen gibt es dazu unter­schied­liche Ansichten. Der Hinter­grund: Verfas­sungs­schutz­prä­si­dent Gordian Meyer-Plath ist Mitglied einer Bonner Verbin­dung. Linke und Grüne im sächsi­schen Landtag haben Konse­quenzen gefor­dert. Der 45-Jährige hatte in einem Inter­view der Tages­zei­tung „taz“ gesagt, er sei als sogenannter „Alter Herr“ noch in der Bonner Burschen­schaft Marchia aktiv. Auf die Frage, warum er seine Mitglied­schaft in der Burschen­schaft bis dato nicht bekannt­ge­macht habe, sagte Meyer-Plath: „Für mich ist das eine reine Privat­sache.“ Die Grünen forderten Innen­mi­nister Ulbig auf, den Innen­aus­schuss über die Mitglied­schaft Meyer-Plaths umfas­send zu unter­richten. Das Innen­mi­nis­te­rium wies die Forde­rungen als völlig überzogen zurück.