Streit, Schreie, Wiederbelebung: Mann in Leipziger Hinterhof getötet
In einem Hinterhof des Leipziger Stadtteils Möckern hat es am Mittwochabend offenbar ein Verbrechen gegeben: Gegen 20.30 Uhr ist dort ein Großangebot an Polizei und Rettungskräften angerückt. Anwohner hatten erst einen lauten Streit, dann Schreie gehört, berichtet ein Reporter vom Einsatzort.
Hinter einem Mehrfamilienhaus sei schließlich ein bewusstloser und schwerverletzter Mann gefunden worden. Er habe reanimiert werden müssen, kam später ins Krankenhaus. Dort starb er. Im Einsatz waren auch eine Beweis- und Festnahmeeinheit der Bereitschaftspolizei sowie Kripo-Beamte.
Was genau hinter dem Haus an der Georg-Schumann-Straße passierte, sei laut Polizei noch unklar. „Wir haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet“, sagte uns eine Sprecherin am Donnerstagmorgen auf Anfrage. Man könne bisher nichts ausschließen und ermittle in alle Richtungen.
UPDATE, 15.12 Uhr: Bei dem Toten soll es sich laut Polizei um einen 32-jährigen Deutschen gehandelt haben. Offenbar ging es um Drigengeschäfte: „Nach derzeitigen Erkenntnissen ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Leipzig wegen des Verdachts des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie wegen des Anfangsverdachts eines Tötungsdeliktes“, so ein Sprecher.
Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen 29-jährigen Kosovaren. Er sei allerdings nicht dringend tatverdächtig, weshalb er auch wieder auf freien Fuß gekommen sei, hieß es auf Nachfrage von der Polizei. „Die Ermittlungen stehen noch am Anfang“, so ein Sprecher.