- Der Angeklagte bestreitet den tödlichen Messerangriff auf einen Algerier am Falkeplatz.
Stich ins Herz! Mordprozess vertagt
Der Mordprozess um einen getöteten Mann in Chemnitz ist heute vor dem Landgericht bereits nach kurzer Zeit vertagt worden. Die Verhandlung begann um 9 Uhr. Wenig später war der erste Prozesstag nach der Verlesung der Anklage beendet. Der 42-jährige Murat B. bestreitet den Vorwurf. Über seinen Anwalt ließ er erklären, er habe beim späteren Opfer lediglich Drogen gekauft.
Messerstich direkt ins Herz
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte Ende Februar einen Algerier in einem Hochhaus an der Zwickauer Straße nahe dem Falkeplatz erstochen haben.
Dazu habe B. dem Mann vorgegaukelt, zwei Gramm Kokain kaufen zu wollen. Der Algerier habe deshalb die Tür geöffnet. Daraufhin soll der Angeklagte mit einem Messer zugestochen haben. Die Klinge war nach Angaben der Anklage sieben bis neun Zentimeter lang. Ein Stich traf das Opfer direkt ins Herz.
Sechs Verhandlungstage angesetzt
Am Abend des 26. Februar entdeckten Polizisten den leblosen Mann in dem Hochhaus. Medizinische Hilfe kam zu spät. Ein Gerichtsmediziner bestätigte den gewaltsamen Tod.Der Prozess wird am 11. November fortgesetzt. Das Gericht hat insgesamt sechs Verhandlungstage bis Mitte Dezember angesetzt.
