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Steuerzahlerbund prangert Verschwendungen an

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Der Bund der Steuer­zahler hat heute sein aktuelles Schwarz­buch vorge­stellt. Darin werden wieder Steuer­ver­schwen­dungen in ganz Sachsen angepran­gert. Vertreten ist unter anderem die Stadt Dresden. Sie hatte zur Vertei­di­gung der Umbau­pläne im Kultur­pa­last eine kostspie­lige Hochglanz­bro­schüre drucken lassen. Allein 2.000 Euro wurden dabei für den Kauf von Adressen ausge­geben. Eine Veröf­fent­li­chung im Dresdner Amtsblatt wäre billiger gewesen, kriti­siert der Steuer­zah­ler­bund. Außerdem hätte man damit alle Dresdner erreicht und nicht nur ein bestimmtes Klientel. Einen Eintrag ins Schwarz­buch gibt es auch für die Gemeinde Spreetal in der Lausitz. Dort hat die Bergbau­ver­wal­tungs­ge­schäft Altlasten der DDR-Gaspro­duk­tion besei­tigt - auf dem Areal wurden anschlie­ßend für 100.000 Europ Bäume gepflanzt. Die werden jetzt aller­digs wieder heraus­ge­rissen, denn die Gemeinde will auf dem Gelände einen Solar­park errichten. Hätte man sich vorher abgespro­chen, wäre das nicht passiert, meint der Steuer­zah­ler­bund. Der Schleu­der­sachse geht in diesem Jahr an die ehema­lige Geschäfts­füh­rung der Kommu­nalen Wasser­werke Leipzig. Die Manager hatten sich beste­chen lassen und hochris­kante Finanz­wetten abgeschlossen - die betei­ligten Banken fordern jetzt knapp 290 Millionen Euro von der Stadt. Mit dem Fall beschäf­tigten sich inzwi­schen Richter in London und Leipzig.