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Steuerzahlerbund prangert Verschwendungen an

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Der Bund der Steuer­zahler hat heute sein aktuelles Schwarz­buch vorge­stellt. Darin werden wieder Steuer­ver­schwen­dungen in ganz Sachsen angepran­gert. Vertreten ist unter anderem die Stadt Dresden mit der aufwen­digen Dachre­pa­ratur ihrer undichten Eishalle.Der „Schleu­der­sachse“ als Negativ­preis geht diesmal an Porsche. Der Konzern will für eine Werks­er­wei­te­rung in Leipzig bis zu 100 Millionen Euro Förder­gelder einstrei­chen. Bei seiner Ansied­lung vor zwölf Jahren hatte Porsche auf eine solche Finanz­spritze noch dankend verzichtet. Nach Ansicht des Steuer­zah­ler­bundes passen Luxus und Stütze auch 2012 nicht zusammen. Durch den Strate­gie­wechsel der neuen Unter­neh­mens­füh­rung verliere die Marke Porsche ein Allein­stel­lungs­merkmal und der Steuer­zahler eine Menge Geld, heißt es im Schwarz­buch. Die Landes­haupt­stadt Dresden ist mit zwei Fällen vertreten, die der Steuer­zah­ler­bund bereits in den vergan­genen Jahren moniert hatte. Dabei handelt es sich um die Verzö­ge­rungen und den Anstieg der Baukosten bei der Sanie­rung der Eishalle sowie um das sogenannte Wiener Loch - die Siche­rung der Baugrube in der Nähe des Haupt­bahn­hofs verschlinge jeden Monat etwa 30 000 Euro, hieß es.Im Schwarz­buch aufge­führt ist zudem das Desaster um die einstige Landes­bank Sachsen LB, für die bisher Garan­tie­zah­lungen in Höhe von 365 Millionen Euro anfielen.