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Stadtwerke-Fusion ist beschlossene Sache

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Der Stadtrat hat die Fusion der Chemnitzer Stadt­werke mit Erdgas Südsachsen mit großer Mehrheit abgesegnet. 31 Abgeord­nete stimmten für den Zusam­men­schluss, 17 dagegen. Vier Stadt­räte enthielten sich der Stimme. Die Abstim­mung erfolgte nament­lich. Die Debatte verlief hitzig und zog sich über mehr als drei Stunden hin. Für die Fusion gab es Pro und Kontra. Vor allem die FDP machte immer wieder auf die ihrer Meinung nach großen Risiken aufmerksam. Der Antrag der Liberalen auf einen Bürger­ent­scheid wurde erst nach einigem Hin und und Her von Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig zugelassen. Am Ende wurde er jedoch von der Mehrheit der Abgeord­neten abgeschmet­tert. Die drei großen Fraktion von CDU, SPD und Linken waren sich schon vorab einig, dass sie der Fusion zustimmen werden. Die Entschei­dung sei aller­dings nicht leicht gefallen, so CDU-Frakti­ons­chef Müller. Es gebe aber mehr Vor- als Nachteile, und um mehr könne es doch schlie­ß­lich nicht gehen. Auch die Linken sehen bei einer Fusion der beiden Energie­ver­sorger positive Effekte. „Es geht um den Erhalt der Zukunfts­fä­hig­keit unserer kommu­nalen Unter­neh­men“ sagte Frakti­ons­chef Huber Gintschel. Wichtig sei eine stabile, sichere Versor­gung fernab von Profit­in­ter­essen. Dem wider­sprach FDP-Stadtrat Dieter Füslein: Die ganze Vorlage ziele ausschlie­ß­lich auf Gewinn ab. Die Kunden spielten keinerlei Rolle. Er warb um Zustim­mung für einen Bürger­ent­scheid: „Dies wird der erste Bürger­ent­scheid nach der Umben­nung von Karl-Marx-Stadt in Chemnitz.“ Noch deutli­cher wurde sein Frakti­ons­kol­lege Andreas Schmalfuß. Man werde die negativen Auswir­kungen der Fusion bald spüren. Dann seien die Stadt­räte mit ihrer heutigen Entschei­dung in der Verant­wor­tung. Keiner solle dann sagen, er wäre nicht dabei gewesen. Für die SPD sind die Aussagen der FDP ein Horror­sze­nario, das nur dazu dient, Angst zu schüren. Ein Bürger­ent­scheid sei der falsche Weg, denn die Chemnitzer könnten eine so wichtige Entschei­dung nur nach ihrem Bauch­ge­fühl treffen. SPD-Stadtrat Möstel appel­lierte an die Verant­wor­tung der Abgeord­neten. Man können nicht immer, wenn es kompli­ziert wird, nach einem Bürger­ent­scheid rufen.