Stadtwerke-Fusion bringt offenbar auch Preisänderung mit sich
Die bevorstehende Fusion der Stadtwerke mit Erdgas Südsachsen wird sich langfristig womöglich auch auf die Energiepreise auswirken. Schließen sich die Versorger wie geplant zusammen, müssen auch die unterschiedlichen Tarife beider Unternehmen aneinander angepasst werden. Für einige Kunden könnte dann zum Beispiel Gas oder Strom billiger werden, für andere wiederum teurer. Im Einzelfall sei das nicht auszuschliessen, sagte uns Stadtwerke-Vorstand Peter Bossert. Die Fusion soll noch im Juni besiegelt werden. Wenn der Stadtrat zustimme, werde ein starkes, in der Region verwurzeltes Unternehmen mit langfristig mehr als 1.000 Arbeitsplätzen entstehen, sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Für die Stadt ist ein Anteil von 25,5 Prozent und damit eine Sperrminorität vorgesehen. Genauso viel soll der Zweckverband Gasversorgung in Südsachsen halten, in dem 125 Städte und Gemeinden aus dem Direktionsbezirk vertreten sind. 39,85 Prozent werden bei der Münchner Thüga AG und 9,15 Prozent beim Energieversorger EnviaM liegen. Die Stadt Chemnitz will sich die Mitsprache an wichtigen Entscheidungen außerdem durch ein Vetorecht sichern.