Stadtrat lehnt Abschaffung der Ortschaftsräte ab
Die Ortschaftsräte in unserer Stadt bleiben erhalten. Das hat der Stadtrat im Rahmen seiner Beratungen zum sogenannten Sparpaket beschlossen. Mit der Auflösung der Gremien wollte die Verwaltung 170.000 Euro im Jahr einsparen. In Chemnitz gibt es insgesamt acht Ortschaftsräte: in Grüna, Klaffenbach, Röhrsdorf, Einsiedel, Kleinolbersdorf-Altenhain, Mittelbach, Wittgensdorf und Euba. Alle acht Ortsvorsteher hatten die Pläne der Verwaltung bereits im Vorfeld abgelehnt. Die Ortschaftsräte seien ein wichtiges Instrument der Bürgerbeteiligung. Abgelehnt wurde im Stadtrat auch der Verkauf der dazugehörigen Rathäuser in den Stadtteilen. Auch das Umweltzentrum und die „Lila Villa“, das Frauenzentrum auf dem Kaßberg werden nicht verkauft.Auf der Tagesordnung stehen heute mehr als 60 Sparvorschläge - es geht um finanzielle Einschnitte in Millionenhöhe. Viele der Punkte sind umstritten. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig warb vor der Debatte um Zustimmung bei den Stadträten. Die Beschlüsse zum Sparpaket seien die schwersten Entscheidungen, die Stadträte zu treffen hätten. „Wir alle wollen gern gehabt werden in dieser Stadt. Aber am Ende wird es immer jemanden treffen.“