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Stadtbad-Eröffnung fällt ins Wasser

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Die Wieder­er­öff­nung des Stadt­bades ist sprich­wört­lich ins Wasser gefallen. Durch das Hochwasser der Chemnitz wurden der Keller und die Technik­räume geflutet. Die Feuer­wehr musste zum Abpumpen anrücken. Wie hoch der Schaden ist, konnte uns Bäder­chef Tobias Stoppat noch nicht sagen. Die Eröff­nung wurde zunächst auf kommendes Wochene­nende verschoben. Nach umfang­rei­chen Sanie­rungs­ar­beiten sollte das Stadtbad eigent­lich heute wieder­er­öffnet werden. Aus diesem Anlass war im gesamten Komplex ein großes Fest geplant. Für knapp vier Millionen hatte die Stadt unter anderem die Umkleide- und Sanitär­be­reiche neu gestalten lassen. Auch Dach, Fassade und Wasser­auf­be­rei­tungs­an­lage wurden erneuert. Mehr als die Hälfte des inves­tierten Geldes kam aus dem Konjunk­tur­pro­gramm der Bundes­re­gie­rung.Das Stadtbad wurde im Jahr 1929 vom ehema­ligen Stadt­bau­di­rektor Fred Otto entworfen. Otto war in dieser Zeit für viele Baupro­jekte verant­wort­lich und hat das Gesicht der Stadt nachhaltig geprägt. Zur Zeit seiner Entste­hung galt das Stadtbad als das modernste Hallenbad in ganz Europa. Mit dem Bau begonnen wurde im Jahr 1929, wobei es bedingt durch die Weltwirt­schafts­krise erst 1935 fertig gestellt werden konnte und am 27. März desselben Jahres einge­weiht wurde. Das Gebäude steht seit 1980 unter Denkmal­schutz.