++ EIL ++

Stadt will 400 Pappeln an der Stollberger Straße fällen

Zuletzt aktualisiert:

Weil sie die Verkehrs­si­cher­heit gefährden, sollen die Pappeln an der Böschung der Stoll­berger Straße noch in diesem Monat gefällt werden. Das gab das Grünflä­chenamt auf einer Einwoh­ner­ver­samm­lung bekannt. Die rund 400 Bäume zwischen der Straße Usti nad Labem und Schef­fel­straße waren in den 70er Jahren gepflanzt worden. Inzwi­schen sind sie haushoch und nicht mehr stand­si­cher. An ihrer Stelle sollen im Herbst neue Bäumen gepflanzt werden. Dem Wunsch von Anwoh­nern, keine Allergie auslö­senden Gehölze wie beispiels­weise Birken an dieser Stelle zu setzen, will die Stadt Rechnung tragen. Vorstellbar sei zum Beispiel die Pflan­zung von Bergahorn-Bäumen. Wie viele neue Gehölze letzt­lich an Stelle der Pappeln stehen werden, dies muss jetzt nach Baumart und Wachstum noch ermit­telt werden. Die Pappeln hatte man in den 1970er Jahren zu dicht gepflanzt, so dass die Gehölze gegen­seitig um Nahrung, Wasser und Licht konkur­rieren. Sie entwi­ckelten über die Jahre ein ungüns­tiges Verhältnis von Höhe und Durch­messer und bilden deshalb oft Totholz aus. Auch ihr Standort an einer Böschung trägt dazu bei, dass die Bäume nicht genügend Wurzeln für einen sicheren Stand ausbilden können. Die Frage der Anwohner, warum man den Baumbe­stand nicht nur auslichte, konnten die Fachleute erschöp­fend erläu­tern: „Würde man einzelne Bäume heraus­nehmen, so böten die restli­chen weit mehr Angriffs­fläche für Windböen und könnten so zur Gefahr für Passanten und Fahrzeuge werden“, erläu­tert Grünflä­chen­amts­mit­ar­beiter Andreas Streich.