++ EIL ++

Stadt vertagt Entscheidung über Millionen­zuschuss für CFC

Zuletzt aktualisiert:

Der finan­ziell angeschla­gene Fußball-Dritt­li­gist Chemnitzer FC muss länger auf die erhofften Millionen von der Stadt warten. Die Entschei­dung über den Zuschuss von 1,26 Millionen Euro wird erst auf einer Sonder­sit­zung des Stadt­rates am 16. Dezember getroffen. Das bestä­tigte ein Sprecher der Stadt am Mittwoch. Ursprüng­lich sollte eine Entschei­dung bereits auf der Stadt­rats­sit­zung am 7. Dezember fallen. Hinter­grund der Verta­gung ist die Mitglie­der­ver­samm­lung des Chemnitzer FC am 12. Dezember. Deren Ergeb­nisse wolle man erst abwarten, weil es um das Konzept für die Zukunft des Clubs gehe, sagte der Stadt­spre­cher. Eine Zahlung der Gelder ist an drei Bedin­gungen geknüpft: Konzep­tion und Aufbau eines Finanz­con­trol­lings, Vorlage eines Konso­li­die­rungs- und Sanie­rungs­kon­zeptes und die Stadt erhält Einblick in die Bücher. Die Summe würde aus der Liqui­di­täts­re­serve der Stadt gezahlt werden. Der Chemnitzer FC hatte am vergan­genen Donnerstag bekannt­ge­geben, dass er ein Defizit von mehr als zwei Millionen Euro im laufenden Etat hat. Die von der Stadt in Aussicht gestellten 1,26 Millionen Euro stehen dem Verein als Entschä­di­gung zu, weil im Zuge des Stadi­on­um­baus der bis 2060 laufende Erbbau­pacht­ver­trag des Vereins mit der Stadt beendet wurde. Club und Stadt hatten sich 2012 darauf geeinigt, dass die Summe nicht ausge­zahlt, sondern mit der Stadi­onnut­zung um ein Zwanzigstel pro Jahr verrechnet wird. Für eine Auszah­lung der Gesamt­summe ist nun ein neuer Beschluss des Stadt­rates notwendig.