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Stadt verbannt Neonazis zum Friedenstag aus der City

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Der 5. März soll in diesem Jahr ein Tag des fried­li­chen Geden­kens in unserer Stadt werden. Um Zusam­men­stöße wie im vergan­genen Jahr zu vermeiden, wurde der geplante Marsch der Neonazis diesmal auf die Reichen­hainer Straße verla­gert. Damit soll das öffent­liche Leben so wenig wie möglich beein­träch­tigt werden. Gleich­zeitig will die Stadt so den Chemnit­zern Mut machen, am Friedenstag in die Innen­stadt zu kommen. Am 5. März gedenkt Chemnitz der Zerstö­rung der Stadt im Zweiten Weltkrieg. Vor 67 Jahren hatten engli­sche und ameri­ka­ni­sche Bomber­ver­bände Chemnitz in Schutt und Asche gelegt. Bei dem Angriff verloren mehr als 2.500 Menschen ihr Leben. Zentrale Veran­stal­tung am 5. März wird eine Friedens­kund­ge­bung sein, die um 18 Uhr auf dem Neumarkt beginnt. Zuvor startet bereits um 17 Uhr von sechs Chemnitzer Kirchen aus ein Stern­marsch Richtung Innen­stadt. Mit der Aktion wollen die Initia­toren ein deutli­ches Zeichen gegen Rechts setzen und zeigen, daß für Nazis in Chemnitz kein Platz ist. Der Gedenktag beginnt tradio­nell mit einer Kranz­nie­der­le­gung auf dem Städti­schen Friedhof.