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Stadt übernimmt Bauherrenrolle beim Stadion-Projekt

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Die Stadt wird Bauherrin für das neue Stadion an der Gellert­straße. Das hat der Stadtrat am Abend auf seiner Sitzung bestä­tigt. Der Beschluss war notwendig geworden, nachdem die Landes­di­rek­tion das ursprüng­lich geplante Finan­zie­rungs­mo­dell mit der GGG abgelehnt hatte. Bisher gefasste Beschlüsse mussten aufgrund der neuen Konstel­la­tion teilweise aufge­hoben werden. Zudem wurde der für den Stadi­on­umbau vorge­se­hene Kredit von 25 Millionen Euro in den Nachtrags­haus­halt einge­stellt. Geplant sind 10 Millionen Euro in 2013 und 15 Millionen Euro in 2014. Zusätz­liche Belas­tungen für die Stadt sollen sich dadurch nicht ergeben. Das Stadion an der Gellert­straße ist die Heimstätte des Fußball-Dritt­li­gisten Chemnitzer FC. Der CFC darf derzeit nur mit einer Ausnah­me­ge­neh­mi­gung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielen, weil die Arena den notwen­digen Anfor­de­rungen nicht mehr entspricht. Das neue Stadion soll den Chemnitzer FC zweit­li­ga­taug­lich machen: Es ist mit 9000 Sitz- und 6000 Stehplätzen geplant. Der Stadtrat hatte sich bereits zweimal für den Stadi­on­neubau entschieden. Schon das erste Votum im Oktober 2011 war von der Landes­di­rek­tion gekippt worden. Sie hatte die Live-Übertra­gung der Debatte auf den mit CFC-Anhän­gern gefüllten Markt­platz moniert und zudem einer Beschwerde der Piraten­partei statt­ge­geben. Die hatte die Befan­gen­heit zweier Stadt­räte kriti­siert, die zugleich im Aufsichtsrat des Chemnitzer FC sitzen.