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Stadt plant Krisentreffen zur Sicherheit an der Zentralhal­testelle

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Die Sicher­heits­pro­bleme an der Zentral­hal­te­stelle haben jetzt auch den Stadtrat beschäf­tigt. Ordnungs­bür­ger­meister Miko Runkel fand in der Sitzung am Mittwoch deutliche Worte und will schon in den nächsten Tagen mit dem Polizei­prä­si­denten die geplante Video­über­wa­chung bespre­chen. An der Zentral­hal­te­stelle ist keine Entspan­nung in Sicht, das wurde auch den Stadt­räten vor Augen geführt. Das Thema treibe die Chemnitzer um, erklärte auch Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig. Sie habe viele Briefe zu dem Thema erhalten. Ältere Einwohner hätten Angst, an der Zentral­hal­te­stelle umzusteigen, junge Frauen würden sexuelle Übergriffe befürchten, so das Stadt­ober­haupt. Für das ungute Gefühl sorgen nach Angaben von Ordnungs­bür­ger­meister Runkel vor allem minder­jäh­rige Asylbe­werber. Ihre Betreuung soll deshalb verstärkt werden, den Wachschutz in den Einrich­tungen will Runkel aufsto­cken. Doch es sind nicht nur Flücht­linge, die den Bereich für sich beanspru­chen. Hinzu kommen teilweise minder­jäh­rige Deutsche aus dem Kinder- und Jugend­not­dienst, die an der Zentral­halt­stelle Alkohol und Drogen konsu­mieren. Runkel kündigte erneut eine verstärkte Präsenz des Stadt­ord­nungs­dienstes an und verwies gleich­zeitig darauf, dass die geplante Video­über­wa­chung kein Allheil­mittel ist.