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Stadt muss für Innenstadtring nachzahlen

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Der Bau des Innen­stadt­rings zwischen Zwickauer und Annaberger Straße hat für die Stadt ein teures Nachspiel. Acht Jahre nach Fertig­stel­lung der Trasse muss Chemnitz an die Baufirma Züblin 190.000 Euro zahlen. Das hat das sächsi­sche Oberlan­des­ge­richt entschieden. Züblin hatte damals den Aufwand für die Absiche­rung der Baustelle unter­schätzt - die Mehrkosten stellte der Konzern der Stadt im Nachhinein in Rechnung. Weil das Tiefbauamt die gefor­derten knapp 400.000 Euro nicht bezahlen wollte, zog Züblin vor Gericht. Das Verfahren endete jetzt mit einem Vergleich - beide Parteien einigten sich auf die Hälfte der Summe. Über die Zahlung des Geldes muss noch der Stadtrat entscheiden. Eine große Wahl bleibt den Abgeord­neten aller­dings nicht, denn wird die Rechnung nicht begli­chen, will Züblin erneut vor Gericht ziehen. Damit würden auf die Stadt weitere Kosten zukommen. Die 190.000 Euro sollen aus dem Haushalt des Tiefbau­amtes entnommen werden. Dort ist Geld frei geworden, nachdem man auf den Bau von zusätz­li­chen Halte­stellen für die CVAG verzichtet hat. Ein anderer Gerichts­streit um ein ähnlich großes Baupro­jekt dauert unter­dessen noch an. Auch die Strabag hat Chemnitz auf eine Nachzah­lung verklagt, und zwar für entstan­dene Mehrkosten beim Bau der Straßen­bahn­trasse zwischen Goethe- und Falke­platz. Hier geht es um 1,4 Millionen Euro. Wann in dem Fall eine Enstchei­dung getroffen wird, ist noch unklar.