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Stadt gibt Kindergarten in Reichenhain komplett auf
In Reichenhain gibt es künftig keinen Kindergarten mehr. Die Stadt hat ihre Pläne zur Sanierung der Kita „Wichtelberg“ komplett aufgegeben. Viele verschiedene Varianten wurden diskutiert, sie sind entweder zu teuer oder nicht umsetzbar. Deshalb zieht die Verwaltung jetzt die Reißleine. Mit den Eltern hat Jugendamtsleiterin Gunda Georgi schon gesprochen, auch den Jugendhilfeausschuss hat sie über die neue Entwicklung informiert. „Wir lassen die Einrichtung auslaufen“ sagte Georgi im Rathaus. Die noch verbleibenden Kinder aus dem „Wichtelberg“ sollen bis zu ihrem Schulanfang gemeinsam betreut werden. Entweder in der alten Kita oder in einem Ausweichquartier. Hier soll jetzt die beste Lösung gefunden werden. Bei dem Vorhaben hatten sich die geplanten Baukosten zuletzt verdoppelt: auf rund drei Millionen Euro. Ursprünglich waren 1,3 Millionen Euro eingeplant. Nach Aussage von Baubürgermeister Michael Stötzer soll das Grundstück nach dem endgültigen Auszug nicht verkauft werden. Die Kita bleibt auch im Bedarfsplan der Stadt, allerdings mit der Kapazität Null. Damit kann der Standort Reichenhain bei steigender Nachfrage jederzeit wieder aktiviert werden, allerdings wahrscheinlich woanders. Laut Stötzer gibt es in dem Stadtteil bis zu drei Grundstücke, die besser für den Bau einer Kita geeignet wären.
