Stadt bereitet wichtige Entscheidungen zu Schulstandorten vor
In der Diskussion um den künftigen Standort der Körperbehindertenschule hält die Stadt an dem geplanten Neubau an der Heinrich-Schütz-Straße fest. Kommende Woche soll der Stadtrat dazu eine Grundsatzentscheidung treffen. 30 Millionen Euro wird der Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Russenkaserne kosten - ob es Fördermittel für das Projekt gibt, ist nach wie vor offen. Der Freistaat hatte erst kürzlich überraschend angekündigt, den Antrag der Stadt nun doch prüfen zu wollen. Den Sinneswandel begründete eine Sprecherin mit der Dringlichkeit der Baumaßnahme. Am Freitag wird es dazu ein Treffen mit der sächsischen Aufbaubank in Dresden geben. Schulbürgermeister Berthold Brehm zeigte sich optimistisch. Nach mehreren Petitionen sei Bewegung in die Sache gekommen. Eltern, Lehrer und Anwohner hatten immer wieder auf den desolaten Zustand der Einrichtung hingewiesen. Mit dem Bau der neuen Körperbehindertenschule an der Heinrich-Schütz-Straße soll 2012 begonnen werden, geplante Fertigstellung ist 2014. Auch beim Chemnitzer Schulmodell rückt eine Lösung in greifbare Nähe: die Gemeinschaftsschule soll von der Charlottenstraße auf die Stollberger Straße 25 ziehen. Vorher muss das Gebäude, in dem derzeit noch die Sprachheilschule untergebracht ist, allerdings von Grund auf saniert werden. Fünf Millionen Euro sind dafür eingeplant. Gibt der Stadtrat Grünes Licht, könnte bereits im Herbst der Umbau beginnen, im Sommer 2012 könnte dann das Chemnitzer Schulmodell in das Haus einziehen. Das derzeitige Schulgebäude in der Charlottenstraße ist stark sanierungsbedürftig und außerdem zu klein. Die Sprachheilschule soll aus der Stollberger Straße ausziehen und auf die Arno-Schreiter-Straße verlegt werden. Für die Körperbehindertenschule, an der Kinder aus der gesamten Region lernen, hat die Stadt derzeit 12,6 Millionen Euro an Eigenmitteln eingeplant. Für das Schulmodell stehen im aktuellen Haushalt 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die ursprünglichen Planungen sahen vor, beide Einrichtungen gemeinsam auf einem neuen Schulcampus an der Heinrich-Schütz-Straße unterzubringen.