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Stadt ändert nach Hochwasser Notfallplan

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Nach dem verhee­renden Hochwasser vom Samstag hat die Stadt ihren Notfall­plan geändert. So wurde zum Beispiel entschieden, dass die Anwohner in gefähr­deten Gebieten künftig bereits ab Warnstufe 2 mit Lautspre­cher­wagen infor­miert werden. Dies könne aller­dings bis zu zwanzig Mal im Jahr passieren, sagte Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig bei einem Besuch in Klaffen­bach. Jeder müsse dann selbst entscheiden, welche Vorsichts­maß­nahmen er treffe. Inzwi­schen überlegt die Stadt auch, verein­zelt wieder Sirenen zu instal­lieren. Dies war bereits nach der Flut 2002 geplant, schei­terte aber am fehlenden Geld. „Das Wetter und auch die Flüsse können wir nicht beein­flus­sen“, sagt Oberbür­ger­meis­terin Barbara Ludwig. „Aber ich möchte, dass die Menschen früher infor­miert werden und damit eine größere Chance haben, ihr Hab und Gut zu sichern. Auch wenn damit des öfteren umsonst gewarnt wird, sind die Schäden im entschei­denden Fall hoffent­lich geringer.“ Seit gestern sind auch drei Teams zur Schadens­auf­nahme in den Hochwas­ser­ge­bieten unter­wegs. Zum Team gehört auch immer ein Bausach­ver­stän­diger, der Fragen zu Gebäu­de­schäden beant­wortet. Über das Bürger­te­lefon kann auch der Kontakt zu den Teams herge­stellt werden. Am Bürger­te­lefon, das unter der Rufnummer 0371 488 1588 von 8 bis 20 Uhr geschaltet ist, können sich die Chemnitzer mit ihren Fragen, Anliegen und Sorgen wenden. Die Stadt bittet Bürge­rinnen und Bürger darum, die Hochwas­ser­schäden zu melden, um den entstan­denen Gesamt­schaden ermit­teln zu können. Weiterhin wenden sich viele Bürger an die Hotline, weil sie Aufräum­helfer suchen. Um den großen Bedarf absichern zu können, können sich freiwil­lige Helfer auch am Bürger­te­lefon melden.