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Stadionturm im Sportforum wird zum Olympiastützpunkt

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Im Sportforum hat die Sanierung des sogenannten Marathonturms begonnen. Das baufällige Gebäude wird entkernt und für rund zwei Millionen Euro komplett umgebaut. Wenn alles fertig ist, soll dort der Olympiastützpunkt einziehen.

Neben Büroräumen für die Verwaltung sind auch medizinische Behandlungsräume für die Sportler geplant, sagte uns Baubürgermeister Michael Stötzer. Von dem Stadionturm bleibt fast nur die äußere Hülle, innen werden Wände und der Decken der neuen Nutzung angepasst.

Die frühere Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig wollte den Turm aus ideologischen Gründen abreißen lassen. Ludwig hatte das Bauwerk aus den 30er Jahren bisher als Führerturm bezeichnet. Dem widersprachen Denkmalschützer und Historiker - Hitler habe den Turm nie betreten.

Zur Geschichte des Turms ist folgendes bekannt: 1935 wurde der Grundstein für den Umbau der Südkampfbahn zur Großkampf¬bahn gelegt. Das daraus entstehende Hauptstadion wurde 1935 bis 1938 errichtet. Der Marathonturm wurde als Bestandteil der Gesamtanlage 1938 fertiggestellt. Das 27 m hohe und achtgeschossige Bauwerk ist in monumentalen neoklasszistischen Formen gebaut. Die Segmentbögen und Pfeiler im Sockelbereich sowie der Turm an sich sind Porphyr verkleidet. Die Gesamtplanung und Bauleitung erbrachte das Hochbauamt der Stadt unter Leitung des Stadtbaurates Fred Otto.

Es wurden auch Kunsthandwerker an der Gestaltung des Turmes, wie z. B. der Bildhauer Bruno Ziegler, der Steinmetz-meister Hans Diettrich, der Kunstschmied Max Großmann beteiligt. Das Hauptstadion incl. des Turmes wurde 1994 in die Denkmalliste des Freistaates Sachsen aufgenommen.

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