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Sportdirektor Emmerich leitet vorerst Training beim CFC

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Der Schock­zu­stand beim Fußball-Dritt­li­gisten Chemnitzer FC hält auch 24 Stunden nach dem Rücktritt von Trainer Gerd Schäd­lich unver­min­dert an. Während Co-Trainer Torsten Bitter­mann am Montag die Mannschaft nach dem desas­trösen 0:4 gegen Preußen Münster zum Auslaufen bat, sondierten Sport­vor­stand Manfred Kupfer­schmid, Sport­di­rektor Jörg Emmerich sowie Schäd­lich in dessen ehema­ligen Trainer­raum stunden­lang die missliche Lage beim Tradi­ti­ons­verein. Die Verant­wort­li­chen kamen zu dem Ergebnis, dass Emmerich ab sofort das Training leitet und wohl auch beim Landes­po­kal­spiel am Sonntag beim Döbelner SC auf der Bank sitzen wird. Aller­dings hat Emmerich nur die B-Lizenz als Trainer­schein, so dass er für das kommende Dritt­liga-Spiel am 19. Oktober beim SV Wacker Burghausen eine Ausnah­me­ge­neh­mi­gung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) beantragen müsste - wenn bis dahin die Nachfolge von Schäd­lich nicht geklärt ist. Laut CFC-Geschäfts­führer und Sprecher Sven-Uwe Kühn werde die Trainer­suche in Ruhe und mit viel Sorgfalt vorge­nommen, immerhin müsse der Nachfolger in die Fußstapfen von Schäd­lich passen. Der Trainer verließ am Montag um 13.46 Uhr das Vereins­ge­lände, nachdem er sich von allen CFC-Mitar­bei­tern per Hände­druck verab­schiedet hatte. Der CFC-Vorstands­vor­sit­zende Mathias Hänel sprach am Montag nur lobend über den Trainer. „Wir sind Gerd Schäd­lich zu großem Dank verpflichtet und respek­tieren seinen Entschluss. Er hat unseren Verein in den Profi­fuß­ball zurück­ge­führt und seit dem Aufstieg 2011 in der 3. Liga etabliert. Ohne diesen von ihm geprägten sport­li­chen Entwick­lungsweg wäre die positive Entwick­lung des Vereins und damit auch das aktuelle Stadi­on­pro­jekt nicht denkbar gewesen“, teilte der Verein mit. Der 60-jährige Schäd­lich zog unmit­telbar nach dem Dritt­li­ga­spiel die Konse­quenz aus der 0:4-Heimpleite gegen Münster und beendete nach fünf Jahren seine insge­samt erfolg­reiche Arbeit bei den Himmel­blauen. (dpa)