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SPD-Mitglieder stimmen schwarz-rotem Koalitionsvertrag zu

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Die sächsi­schen SPD-Mitglieder sind für ein schwarz-rotes Bündnis im Freistaat. 2.277 der insge­samt 4.353 stimm­be­rech­tigten sächsi­schen Genossen sagten Ja zu dem mit der CDU augehan­delten Koali­ti­ons­ver­trag, 494 votierten mit Nein, wie SPD-Landes- und Frakti­ons­chef Martin Dulig am Sonntag in Dresden mitteilte. 35 Stimmen waren ungültig. Ein Sonder­par­teitag der sächsi­schen CDU von Minis­ter­prä­si­dent Stanislaw Tillich hatte bereits am Freitag grünes Licht für eine Neuauf­lage von Schwarz-Rot im Freistaat gegeben. Am Montag soll der Koali­ti­ons­ver­trag unter­zeichnet werden, am Mittwoch steht die Wahl des Minis­ter­prä­si­denten auf der Tages­ord­nung des Landtages. Tillich ist einziger Kandidat. CDU und SPD wollen in den kommenden fünf Jahren unter anderem die Kinder­be­treuung in Sachsen verbes­sern. Außerdem sollen mehr Lehrer und Polizisten neu einge­stellt werden. Die CDU hatte die Landtags­wahl am 31. August mit 39,4 Prozent der Stimmen klar gewonnen, die SPD kam auf 12,4 Prozent. Da die bisher mitre­gie­rende FDP an der Fünf-Prozent-Hürde schei­terte, musste sich die Union einen neuen Partner suchen. Eine schwarz-rote Koali­tion hatte in Sachsen bereits von 2004 bis 2009 regiert.