Sparkasse kündigt langfristige Verträge
Die Sparkasse Chemnitz hat die langfristigen Sparverträge mit dem Namen „Prämiensparen flexibel“ gekündigt. Ende April laufen die Verträge vieler enttäuschter Kunden aus. Betroffen ist nach Aussage der Sparkasse eine niedrige vierstellige Zahl an Sparern.
Bei der Verbraucherzentrale Sachsen häufen sich jetzt die Beschwerden. Die Berater stehen den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite und haben auch das Gespräch mit der Sparkasse gesucht. Das Kreditinstitut habe das aber abgelehnt, so die Verbraucherzentrale.
Die Sparkasse weist die Vorwürfe zurück. „Die Sparkasse hat das Gesprächsangebot der Verbraucherzentrale Sachsen nicht abgelehnt“ sagt Sprecher Sven Mücklich. „Wir haben uns sogar aktiv um ein Gespräch bemüht und die Vertreter zu uns eingeladen. Das Treffen fand am Montag, den 2. März statt.“
Im Gespräch habe die Sparkasse verdeutlicht, dass sie im Sinne ihrer Kunden unbefristete Sparverträge, die ihren Zweck erfüllt haben, solange wie möglich weitergeführt habe. Die Verträge hätte bereits schon zu einem früheren Zeitpunkt beendet werden können. „Wir haben sie aber bis jetzt weitergeführt“ sagt Mücklich. „Die Kunden haben dadurch von einem erheblichen Zusatzvorteil profitiert.“
Der Vorschlag der Verbraucherzentrale nach der Beendigung der Sparverträge ein Sonder-Produkt mit weit über den heutigen Marktverhältnissen liegenden Zinsen anzubieten, sei nicht akzeptabel. Ein solches Produkt sei einerseits unfair gegenüber anderen Kunden. Zum anderen wäre es auch nicht wirtschaftlich.
„Allerdings zeigt die Argumentation der Verbraucherzentrale Sachsen auch, dass eine Beendigung von unbefristeten Sparverträgen, die ihren Zweck erfüllt haben, rechtmäßig ist“ erklärt der Sprecher. „Wir haben uns von der Verbraucherzentrale Sachsen erhofft, dass sie sich im Sinne der Verbraucher für ein Ende der Negativzins-Politik der EZB einsetzen. Ein derartiges Bestreben ist leider nicht ersichtlich.“
