Solidaritäts-Kundgebung für Israel von Gegenprotest gestört
An einer Solidaritäts-Kundgebung für Israel haben am Mittwochabend auf dem Chemnitzer Neumarkt rund 300 Menschen teilgenommen. Es gab jedoch auch Gegenprotest. Daran beteiligten sich im Umfeld bis zu 100 Menschen, die nichtdeutsche Sprechchöre riefen. Die Stimmung war aufgeheizt. Die Polizei musste einschreiten und trennte die Lager. Eine Gruppe aus 40 Teilnehmern der Gegenbewegung wurde im Stadthallenpark festgesetzt, um die Personalien aufzunehmen. Zur Unterstützung wurden Kräfte der Bereitschaftspolizei dazu gerufen.
Bereits vor der angemeldeten Solidaritäts-Kundgebung gab es einen Zwischenfall: Zwei junge Syrer und ein 15-Jähriger mit noch ungeklärter Staatsangehörigkeit hatten einen unbeteiligten Mann umgerannt und getreten, als sie mit einer gestohlenen Israel-Flagge flüchten wollten. Der 55-Jährige kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Außerdem erstattete die Polizei am Rande des Gesamtgeschehens gegen einen 42-jährigen Deutschen Anzeige, weil er den Hitlergruß gezeigt hat.
Weil am Rande der Demo ein 55-Jähriger umgerannt und getreten wurde, fordert der Chemnitzer FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Müller-Rosentritt eine Abschiebung der Täter. Für Zuwanderer ohne deutsche Staatsbürgerschaft solle gelten, dass sie bei solchen Gewalttaten ihr Aufenthaltsrecht verwirkt haben, so Müller-Rosentritt.
