- Auf dieser Grünfläche in Chemnitz-Glösa wird der neue Solarpark entstehen.
Solarpark Glösa verkleinert genehmigt
Der umstrittene Solarpark in Chemnitz-Glösa rückt näher. Die Stadtverwaltung hat eine neue Baugenehmigung für die Freiflächenanlage öffentlich bekannt gemacht. Die entsprechenden Unterlagen stehen im Amtsblatt vom 13. August 2026. Danach soll der Solarpark auf 18 Hektar (rund 25 Fußballfelder) gebaut werden.
Aus 26 werden 18 Hektar
Damit fällt das Vorhaben deutlich kleiner aus als noch vor gut einem Jahr bekannt. Damals war von rund 26 Hektar die Rede. Geplant war die Anlage zwischen der Eigenheimsiedlung an der Ammernstraße und der A4.
Der Streit um das Projekt reicht zurück bis 2024. Eine erste Baugenehmigung wurde bereits am 18. Juni 2024 erteilt. Öffentlich bekannt gemacht wurde sie allerdings erst am 8. Mai 2025. Viele Anwohner hatten nach eigenen Angaben kurz zuvor durch ein Flugblatt von dem Solarpark erfahren.
Bürgerinitiative machte mobil
Danach ging es in Glösa schnell. Anwohner gründeten eine Bürgerinitiative, sammelten Unterschriften und machten mit Protesten gegen die Pläne mobil. Die Online-Petition der Initiative kam am Ende auf 648 Unterschriften, 298 davon aus Glösa-Draisdorf.
Inzwischen wurde die Planung verändert. Nach den vorliegenden Angaben soll mehr Abstand zur Wohnbebauung bleiben. Vorgesehen sind außerdem breitere Grünstreifen und zusätzliche Bepflanzungen. Auch die Anordnung der Solarmodule wurde angepasst, um mögliche Blendwirkungen zu verringern.
Die aktuelle Genehmigung nennt außerdem eine Einfriedung, technische Nebenanlagen, Zisternen und eine Feuerwehrumfahrung. Wann die Arbeiten tatsächlich beginnen, geht aus der Bekanntmachung allerdings nicht hervor.
