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So sieht es in der neuen Kohle-Welt aus

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Das ehemalige Bergbaumuseum Oelsnitz wird am Wochenende als „Kohle-Welt“ wiedereröffnet. Sechs Jahre hat die umfangreiche Sanierung des Industriegebäudes gedauert. Deutlich länger als geplant. Mit Problemen beim Baugrund kam es gleich zu Beginn zu Verzögerungen. Corona und der Ukraine-Krieg sorgten dann für weiteren Zeitverzug. Zuletzt verschob sich die Wiedereröffnung wegen Lieferschwierigkeiten für die Ausstattung der neuen Dauerausstellung.

Die Ausstellung wurde komplett überarbeitet. Integriert wurden Stücke, die bisher im Museumsdepot schlummerten. Einige Elemente der früheren Schau wurden übernommen und neu in Szene gesetzt, sagte Museumsleiter Jan Färber. So ist der nachgebildete Wald aus dem Karbon-Zeitalter umgezogen und um Bewohner wie einen kleinen Dinosaurier und eine Multimediainstallation erweitert worden. Auch die große Dampfmaschine ist noch in Aktion zu sehen.

Ein besonderes Highlight ist eine Art Museumsrallye. Bei der bekommen Besucher ein Kohlestück, das leuchten kann. Mit ihm können an verschiedenen Stationen Rätsel gelöst, Spiele gespielt oder Quizfragen beantwortet werden. Je besser die Besucher dabei abschneiden, je heller leuchtet das Kohlestück. Am Ende gibt es an der Kasse eine kleine Überraschung.

In den sechs Jahren der Schließung wurde von den Mitarbeitern weiter an der Bergbaugeschichte geforscht. So wurden beispielsweise über 2.900 Namen gesammelt, von sächsischen Steinkohle-Bergarbeitern, die verunglückt sind. Für sie wurde ein Andachtsraum geschaffen. 

Auch das Schaubergwerk kann wieder besichtigt werden. Es wurde ebenfalls saniert, um beispielsweise den brandschutztechnischen Anforderungen zu genügen. Insgesamt hat der Umbau des Museums rund 30 Millionen Euro gekostet, sagte Landrat Rico Anton (CDU).