- Die Stadt Chemnitz kann einen Stadtratsbeschluss gegen Hundehaufen nicht umsetzen. Die geplante Verdopplung auf 80 Beutelspender scheitert an fehlenden Partnern.
So ein Sch… Verwaltung setzt Hundehaufen-Beschluss nicht um
Ob die Stadträte jetzt fuchsteufelswild werden? Ob sie sich fragen: Weshalb beschließen wir eigentlich Dinge, wenn sie am Ende nicht umgesetzt werden? Ein Beispiel dafür liefert der Kampf gegen Hundehaufen in Chemnitz.
Zahl der Beutelspender sollte sich verdoppeln
Am 15. Mai 2024 hatte der Stadtrat den Beschluss „Ausbau von Beutelspendern in Chemnitz“ gefasst. Die Verwaltung erhielt einen klaren Auftrag. Bis Ende 2025 sollte die Zahl der Entsorgungsmöglichkeiten und Hundekotbeutelspender im gesamten Stadtgebiet auf mindestens 80 steigen.
Doch daraus wird nichts. Der Beschluss konnte bislang nicht umgesetzt werden. Die Verwaltung stuft das Vorhaben inzwischen als „nicht umsetzbar“ ein.
Helfer für Betreuung der Spender gesucht
Das Problem sind nach Angaben von Bürgermeister Thomas Kütter fehlende Kooperationspartner. Sie sollten neue Spender aufstellen, regelmäßig kontrollieren, mit Beuteln bestücken und dauerhaft betreuen.
Die Stadt suchte deshalb nach Unterstützern. Sie veröffentlichte Aufrufe in den sozialen Netzwerken. Auch mit Ortschaftsräten und Teilnehmern der Stadtteilrunden wurde gesprochen. Trotzdem fanden sich nur vereinzelt Partner. Die Mitarbeiter der Stadt könnten diese zusätzlichen Aufgaben allein nicht übernehmen. Auch Standorte auf privaten Grundstücken oder im öffentlichen Verkehrsraum seien ohne Unterstützung nicht zu betreiben.
Weiterhin nur 40 Spender gegen Hundehaufen
Aktuell stehen in den öffentlichen Grünanlagen rund 40 Beutelspender gegen Hundehaufen. Hinzu kommen etwa 1.000 Abfallbehälter. Die geplante Verdopplung auf mindestens 80 Spender wird nicht erreicht. Oder auf Verwaltungsdeutsch: Beschluss BA-041/2024 - nicht umsetzbar!
