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Sie ahnen nicht, was dieser Stamm kostet

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Da liegt er nun, der nur auf den ersten Blick schnöde Baumstamm aus einem Privatwald bei Leipzig. Okay, es ist Eiche. Stiel-Eiche sogar. Trotzdem: Für Laien ein ganz normaler Baumstamm. Für Experten aber ganz edles Holz.

8.324 Euro legten die Einkäufer des  Furnierwerk Fritz Kohl aus Karlstadt (nördlich von Würzburg) auf den Tisch, bezahlten 2.460 Euro je Kubikmeter für den Stamm, der damit den Rekordpreis auf der 26. Säge- und Wertholz-Versteigerung in der Dresdner Heide einbrachte. 

Spitzenpreise für Eiche

Vor wenigen Tagen waren 500 ausgewählte Stämme aus privaten, kirchlichen, kommunalen und staatlichen Wäldern zu einem Gesamtwert von 391.431 Euro verkauft worden. Die Eiche war auch in diesem Jahr die wichtigste Baumart der Submission: 65 Prozent des Angebots entfielen auf Stiel- und Traubeneichen. 
Im Durchschnitt erzielten die Eichenstämme 717 Euro pro Kubikmeter und lagen damit weit über den Preisen anderer Baumarten.

Nachfrage auch bei Nadelholz

Neben Eichenholz standen auch Nadelhölzer wie Fichte und Lärche im Fokus. Insgesamt wurden 804 Kubikmeter Holz von 20 verschiedenen Baumarten angeboten. Das durchschnittliche Ergebnis der Versteigerung lag  mit 508 Euro pro Kubikmeter rund elf Prozent unter dem Vorjahreswert. Grund hierfür war die geringere Menge hochpreisiger Eichenstämme.

Hohe Preis für Stämme aus Chemnitz

Auch Stämme aus Chemnitz wurden bei der Auktion versteigert. Zwei Stil-Eichen aus einem Privatwald brachten 3.631 bzw. 2.821 Euro ein.
Aus dem verkauften wertvollen Holz entstehen hochwertige und langlebige Holzprodukte wie edle Furniere, Möbel oder Musikinstrumente.