Sicherheitsexperten kritisieren Ermittlungsarbeit der Polizei
Nach dem Anti-Terror-Einsatz in Chemnitz steht die Polizei zunehmend in der Kritik. Für Sicherheitsexperten wie den Linken-Politiker André Hahn ist die gescheiterte Festnahme des Bombenbauers kein Ruhmesblatt. Die Polizei habe den Syrer seit langem überwacht, ihn trotz Großaufgebot jedoch nicht gefasst, so der Vizevorsitzende des Bundestagsgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste. Er sei zwei Tage später nur festgenommen worden, weil andere Syrer ihn festgesetzt hätten. Dies sei natürlich positiv, aber es war nicht das Ergebnis polizeilicher Ermittlungsarbeit, so Hahn weiter. Völlig unerklärlich sei auch, wie der Mann trotz verschärfter Sicherheitsvorkehrungen von Chemnitz nach Leipzig gelangt sei.Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen verteidigte die Sicherheitsbehörden: "Uns ist es gelungen, kurz vor zwölf Uhr einen Terroranschlag zu verhindern. Das war ein großartiger Erfolg der deutschen Sicherheitsbehörden", sagte er im ZDF-Morgenmagazin. Es könne immer wieder passieren, dass Fehler gemacht werden - es könne jedoch auch passieren, dass die Umstände nicht so seien, dass zugegriffen werden könne.