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Schwere Vorwürfe gegen CFC-Insolvenzverwalter

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Der Insolvenzverwalter des CFC soll stärker in die umstrittene Trauerbekundung im Stadion verwickelt gewesen als bisher bekannt. Das behauptet der vom Amtsgericht berufene Notvorstand, der sich auf die Ermittlungsakten beruft. Bei einem Heimspiel im März gab es eine Gedenkminute für einen verstorbenen Mitbegründer der Chemnitzer Hooligan-Szene.

Insolvenzverwalter Klaus Siemon soll noch vor dem Spiel per Mail und Telefon durch den Veranstaltungsleiter Thomas Uhlig informiert worden sein, heißt es in der Erklärung. Ihm wurde außerdem „der zur Verlesung vorgesehene Trauertext vorab übersandt, welchen er selbst redaktionell bearbeitet und zurückgeschickt hat.“ Siemon selbst hatte öffentlich behauptet, erst nach dem Spiel von Ereignissen erfahren zu haben.

Auch eine konkrete Bedrohungslage, die Siemon zum Anlass nahm, Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen, ist laut Notvorstand nicht erkennbar gewesen: „Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen ergeben sich keine Umstände, die eine konkrete Bedrohungslage zum damaligen Zeitpunkt annehmen lassen.“

Die personellen Konsequenzen, die nach den Ereignissen am 09. März gezogen wurden, seien nicht akzeptabel. Der Notvorstand entschuldigte sich in dem Schreiben ausdrücklich bei der damaligen Fanbeauftragen Peggy Schellenberger, dem früheren Pressemitarbeiter Maximilian Glös und Stadionsprecher Olaf Kadner. „In diese Entschuldigung beziehen wir auch das vormalige Vorstandsmitglied Thomas Uhlig ein. Natürlich trug er als Veranstaltungsleiter Verantwortung; jedoch ist keinesfalls gerechtfertigt ihm die alleinige Schuld für die Trauerbekundung und deren Folgen zuzuschreiben.“, erklärt der Notvorstand.

Er fordert den Insolvenzverwalter und die CFC Fußball GmbH auf, zu ihrer Verantwortung zu stehen und diese auch im Sinne des Vereins sowie seiner Mitglieder und Fans wahrzunehmen. Außerdem ruft er nochmals alle Beteiligten eindringlich zu einem Dialog auf Augenhöhe auf.

Weder Klaus Siemon selbst noch Vertreter der CFC Fußball GmbH möchten sich zunächst zu den Vorwürfen äußern, hieß es auf unsere Anfrage.