Schwanitz holt Bronze im Kugelstoßen, Schlegel verliert Halbfinale über 400m
Kugelstoßerin Christina Schwanitz hat bei der Hallen-EM in Polen die Bronze-Medaille gewonnen. In einem spannenden Finale am Freitagabend sorgte erst der allerletzte Wurf mit einer Weite von 19,04 Meter für den dritten Platz. „Ich habe mich so darüber gefreut, auch noch am Ende die 19 vor dem Komma stehen zu haben.“, sagte eine erleichterte Schwanitz im Anschluss. Sie musste sich lediglich der Portugiesin Auriol Dongmo, die 19,34 Meter weit stieß, und Fanny Roos aus Schweden mit 19,29 Metern geschlagen geben. Die 35-Jährige Christina Schwanitz bestreitet nach einer anderthalbjährigen Pause unter anderem wegen eines Bandscheibenvorfalls erst seit diesem Winter wieder Wettkämpfe. Für sie ist es nach dem Titelgewinn 2013 sowie den Silbermedaillen 2011 und 2019 die nunmehr vierte EM-Medaille unterm Dach.
400-Meter-Läufer Marvin Schlegel vom Chemnitzer LAC hat keine Chance mehr auf eine Medaille. Der 23-Jährige schied am Freitagabend im Halbfinale aus. Vor ihm kamen Jochem Dobber aus den Niederlanden, Carl Bengtström aus Schweden und Ricky Petrucciani aus der Schweiz ins Ziel. Am Vormittag war bereits seine Teamkollegin Corinna Schwab im 400-Meter-Lauf der Frauen vorzeitig ausgeschieden. Sie geht jedoch noch einmal am Sonntag beim Staffellauf an den Start.
Eine weitere Chance auf eine Medaille hat der Chemnitzer LAC in Form von Dreispringer Max Heß. Dem 24-jährigen Chemnitzer reichte ein Sprung auf 16,86 Meter für den Finaleinzug. Heß hatte 2019 und 2017 jeweils Bronze geholt. „Genau so sollte es ablaufen, ein Sprung und dann Kraft sparen für das Finale“, sagte er.