Schulen starten mit Unterricht für alle

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Ab Montag füllen sich die Schulen in Chemnitz langsam wieder. Wie der Unterricht organisiert wird und wie die Klassen aufgeteilt werden, muss allerdings jede Schule für sich selbst entscheiden.

Während die Grundschüler wieder täglich unterrichtet werden, gibt es bei Oberschülern und Gymnasiasten ein Wechselmodell. Das geht zum Beispiel tageweise oder wochenweise. Jeden Tag in die Schule - das wird es für die Schüler bis zu den Sommerferien nicht geben. Stattdessen werden sie weiterhin einen Großteil zu Hause lernen.

Der Grundschulbesuch bleibt allerdings vorerst freiwillig. Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Leipzig hatte das Kultusministerium am Wochenende die Schulbesuchspflicht für die Klassen eins bis vier kurzfristig ausgesetzt. Eltern können bis zum 5. Juni selbst entscheiden, ob ihre Kinder in der Schule oder zu Hause lernen.

Das Gericht gab den Eltern eines Siebenjährigen recht, die sich gegen die Öffnung der Grundschulen ohne Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern gewandt hatten. Denn das Kultusministerium setzt bei der Öffnung von Kitas und Grundschulen eher auf eine strikte Trennung der Gruppen und Klassen.

Das Konzept von Kultusminister Christian Piwarz für die Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen am 18. Mai sieht statt kleiner Gruppen und Abstandsregeln eine strikte Trennung von Schulklassen und Kita-Gruppen vor. Damit sollen sich Infektionsketten besser nachverfolgen lassen. Zudem gelten strenge Hygiene-Regeln. Gewerkschaft und Erzieher kritisieren die Wiedereröffnung als zu schnell und warnen vor einer Überlastung der Erzieher und Betreuer durch Mehrarbeit und Überstunden.