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Holpriger Start - Schnelltests in Chemnitz stark nachgefragt

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Die vom Bund versprochenen Corona-Schnelltests gibt es bislang nur in wenigen Chemnitzer Apotheken. Grund sei ein straffes Hygienekonzept mit separatem Zugang, teilte der Apothekerverband mit. Der Bund bezahlt allen Bürgern ab sofort wöchentlich mindestens einen Schnelltest. Weil die Nachfrage groß ist, hat die Stadt hier eine Liste mit Testmöglichkeiten veröffentlicht.

Die Schnelltests werden unter anderem in der Lessing-Apotheke an der Hainstraße und der Apotheke im Neefepark angeboten, ebenso in der Corona-Ambulanz im ehemaligen Praktiker-Baumarkt nahe dem Sportforum. Weitere Standorte sind der Feel-Good-Club am Stadtpark, die Kastanienapotheke an der Weststraße und das Freizeitzentrum Glösa. Weitere Standorte und Informationen werden regelmäßig veröffentlicht.

Die Stadt Chemnitz bietet mit ihrer Auflistung lediglich eine Informationsgrundlage und gibt keine Garantie zur Leistungsqualität. Jeder Leistungserbringer haftet eigenständig. Die Kostenabrechnungsmodalitäten zwischen den Anbietern und dem Bund befinden sich nach Angaben der Stadt gegenwärtig noch in Abstimmung.

Zum Start der kostenlosen Corona-Schnelltests am Montag hat es in ganz Deutschland noch Engpässe gegeben. Wie Abfragen in mehreren Bundesländern ergaben, waren Apotheken und Arztpraxen zum Wochenbeginn noch nicht oder nur unzureichend auf die Testungen in der Fläche vorbereitet. Auch viele Fragen waren offen - etwa, wie genau die kostenlosen Tests erfasst werden sollen, um Mehrfachtests einer Person pro Woche zu verhindern.

Im jüngsten Bund-Länder-Beschluss zur Corona-Krise ist festgelegt, dass der Bund ab diesem Montag die Kosten für einen Schnelltest pro Bürger und Woche übernimmt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits am Freitag darauf hingewiesen, dass die Tests nicht in allen Ländern schon ab Montag durchgängig angeboten werden könnten, es aber schnell losgehen solle.

Bei den Schnelltests führt geschultes Personal - etwa in Apotheken, Arztpraxen oder Testzentren - den Schnelltest per Nasen- oder Rachenabstrich durch. Seitens der Bundesregierung hieß es, dass der Bund die Tests bezahle, aber die Länder selbst die Schnelltests bestellen und die Infrastruktur dafür schaffen müssten.