Schnelltests für Pendler - Schlange vor Arztpraxis in Görlitz

Zuletzt aktualisiert:

Grenzpendler brauchen ab morgen wöchentlich mindestens einen negativen Corona-Schnelltest-Nachweis, wenn sie in Sachsen arbeiten wollen. Damit soll eine weitere Verbreitung des Virus eingedämmt werden. Schon an diesem Wochenende bildeten sich Schlangen vor einer Arztpraxis in Görlitz-Königshufen. Der Mediziner hatte kurzerhand geöffnet und getestet.

Andrzej Polomaski kneift die Augen zusammen. Es ist etwas unangenehm, das Stäbchen durch die Nase. Nach wenigen Sekunden ist alles überstanden. Polomaski tritt zur Seite. Er braucht das Testergebnis. Zehn bis 15 Minuten dauert es, bis das Ergebnis vorliegt. Mehrere hundert Grenzpendler kommen an diesem Wochenende zur Praxis von Vratislav Prejzek ins Plattenbauviertel Görlitz-Königshufen. Viele Arbeiten in Betrieben in der Region, z.B. bei Birkenstock in Görlitz und beim Felgenhersteller Borbet in Kodersdorf.

Der Mediziner aus Tschechien und seine Mitarbeiterinnen haben kaum eine Pause. Sollte ein Schnelltest positiv ausfallen, wird ein weiterer im Labor gemacht.  Der Abstrich von Polomaski ist negativ. Er legt das Geld auf den Tisch. "Viel billiger als bei uns in Polen", freut er sich und stapft davon.

Audio: