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Schneemassen haben auch Chemnitz fest im Griff

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Der viele Schnee hat am Montag in und um Chemnitz für teilweise chaotische Verhältnisse gesorgt. Betroffen waren vor allem Autofahrer, aber auch Fahrgäste von CVAG, Citybahn und Mitteldeutscher Regiobahn.

Seit den frühen Morgenstunden kam es im Stadtgebiet immer wieder zu Unfällen. Fahrzeuge kamen auf schneeglatten Straßen ins Rutschen oder blieben an Steigungen hängen. Der Winterdienst war in vollem Einsatz, kam aber zunächst kaum hinterher, die Straßen von den Schneemassen zu befreien. Geräumt wurde nach Priorität. Als erstes sollten die Hauptverkehrswege freigeräumt werden.

Busse und Straßenbahnen fahren in Chemnitz. „Es gibt auf vereinzelten Strecken zwar erhebliche Einschränkungen, aber es ist keine einzige Linie eingestellt worden“, sagte die Sprecherin der Chemnitzer Verkehrs-AG, Juliane Kirste. Einige Buslinien müssten witterungsbedingt jedoch eine andere Strecke fahren.

Auch auf den Autobahnen dreht sich stellenweise kein Rad. Auf der A4 und der A72 ging es nur sehr stockend voran, auf der A4-Auffahrt Glösa Richtung Dresden blieben mehrere LKW stecken.

Bei der City-Bahn müssen die Fahrten nach Burgstädt und Mittweida voraussichtlich den ganzen Tag ausfallen. Die Linien C13 und C14 fahren wegen des starken Schneefalls derzeit ausschließlich innerhalb von Chemnitz.

Auch im regionalen Bahnverkehr kommt es zu erheblichen Problemen. So sind laut Mitteldeutscher Regiobahn am Montagmorgen wegen starkem Schneefalls die Linien RE 6 (Leipzig-Chemnitz) und RB 110 (Leipzig-Döbeln)  eingestellt worden. Aufgrund der ebenfalls schwierigen Straßenverhältnisse ist ein Busnotverkehr nicht möglich.

Die heftigen Schneefälle haben in ganz Sachsen für Behinderungen gesorgt. Am Montagmorgen war zum Beispiel in Leipzig der komplette Straßenbahn- und Busverkehr eingestellt worden. Während Leipzig knietief im Schnee versank, fielen am östlichen Rand Sachsens in der Oberlausitz nur 10 bis 20 Zentimeter Schnee. Besonders viel Schnee hat es laut Wetterdienst auch im Vogtland mit bis zu 30 Zentimetern gegeben.

Verantwortlich für die ungewöhnlichen Schneemassen sei das Zusammentreffen einer Kaltluftzone aus dem Osten mit wärmerer Luft aus Süden gewesen. In den nächsten Tagen bleibt es winterlich und sehr frostig.