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Schneechaos hat Chemnitz fest im Griff

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Heftiger Schnee­fall, Glätte und teilweise meter­hohe Verwe­hungen haben den Autofah­rern in und um Chemnitz heute Morgen das Leben schwer gemacht. Auf vielen Neben­straßen in den Wohnge­bieten steckten Fahrzeuge fest - man half sich gegen­seitig, so gut man konnte. Der Winter­dienst schiebt seit Mitter­nacht Extra­schichten, konzen­triert sich aber zunächst nur auf das Haupt­stra­ßen­netz. Auch die Schnee­fräse war heute Morgen im Einsatz, anders waren zum Beispiel die Stoll­berger und die Neukirchner Straße nicht freizu­be­kommen. Wer kann, sollte heute sein Auto stehen lassen. Das Umsteigen auf öffent­liche Verkehrs­mittel könnte aber auch schwierig werden, denn Probleme gibt es heute auch im Bus- und Bahnver­kehr: CVAG-Sprecher Stefan Tschök sprach von extremsten Wetter­be­din­gungen und massiven Behin­de­rungen. Es gebe überall Verspä­tungen. Die Straßen­bahn­linie 5 musste zwischen Altchem­nitz und Morgen­leite vorüber­ge­hend einge­stellt werden - im Bereich der Wladimir-Sargorski-Straße waren die Gleise komplett verweht. Mittler­weile rollt dort der Verkehr wieder - zumin­dest in eine Richtung. Die CVAG setzt auf der Strecke alte Tatra­bahnen ein, die eine höhere Boden­frei­heit haben. Wegen des anhal­tenden Winter­wet­ters hat der Entsor­gungs­be­trieb ASR drei Wertstoff­höfe in der Stadt geschlossen. Die Standort an der Kalkstraße, am Weißen Weg und an der Jäger­schlö­ßchen­straße bleiben bis zum Wochen­ende dicht - die Mitar­beiter sollen die Müllab­fuhr unter­stützen. Derzeit bleibt fast jede zehnte Tonne ungeleert stehen, weil die Zufahrten durch die Schnee­massen blockiert sind. Den Rückstand will der ASR jetzt mit Extra­touren wieder aufholenDie Schnee­fälle sollen erst im Laufe des Tages nachlassen. Bis zunächst 12 Uhr gilt weiterhin eine Unwet­ter­war­nung des Deutschen Wetter­dienstes vor starkem Schnee­fall und Verwe­hungen.Auf der A 72 verur­sachte am Abend ein LKW einen 26 Kilometer langen Stau. Der Fahrer wollte bei Stoll­berg einem Spann­gurt auswei­chen, der auf der Fahrbahn lag. Dabei stellte sich der Laster quer. Wegen der Bergungs­ar­beiten war die Autobahn knapp zwei Stunden dicht. Zwischen Glauchau und der Landes­grenze zu Thüringen säumen seit gestern Abend liegen­ge­blie­bene LKW die Stand­streifen der A4.

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