Schmidt-Rottluff-Schau in den Kunstsammlungen
Die Kunstsammlungen am Theaterplatz zeigen ab Sonntag eine Sonderausstellung mit mehr als 400 Werken von Karl Schmidt-Rottluff. Es ist die bisher umfangreichste Schau zum Schaffen des Chemnitzer Künstlers. Bis April 2016 sind 490 Gemälde, Skulpturen, Grafik und Angewandte Kunst zu sehen, darunter teils noch nie gezeigte Arbeiten aus gut 70 Schaffensjahren, wie die Direktion am Freitag mitteilte. Das ist fast der gesamte Bestand des Museums an Werken dieses Künstlers. Arbeiten von Schmidt-Rottluff seien das "wichtigste Konvolut" des Hauses, sagte Museumschefin Ingrid Mössinger. Er sei "ein Weltkünstler". In den vergangenen Jahren sei es gelungen, einige seiner Werke anzukaufen, das Museum habe zudem umfangreiche Dauerleihgaben aus Privatbesitz erhalten. Diese sollten nun gezeigt werden. Mit mehr als rund 1400 Quadratmetern Fläche beanspruche die Schau mehr als zwei Drittel des gesamten Museums. "Das zeigt: Wir brauchen einen Anbau", mahnte Mössinger. Zudem solle die Ausstellung darauf aufmerksam machen, dass die vor 110 Jahren gegründete Dresdner Künstlergruppe "Brücke" erhebliche Wurzeln in Chemnitz hatte, betonte Mössinger. "Das ist weitgehend unbekannt." Neben Schmidt-Rottluff gehörten Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938), Erich Heckel (1883-1970) und Fritz Bleyl (1880-1966) zu deren Gründern. Er verbrachte wie Heckel und auch Kirchner Kindheit und Schulzeit in Stadt, hielt sich auch später zweimal im Jahr dort auf und verbrachte die letzten Kriegsjahre dort.