Schmidt fordert Bundesverordnung zum Wolfsabschuss

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Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt fordert eine bundesweite Regelung zum Abschuss von Problem-Wölfen. Bund und Länder stünden beim Artenschutz gemeinsam in der Verantwortung, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Dresden.

«Die Akzeptanz des Artenschutzes hängt aber auch vom schnellen und effizienten Handeln bei auftretenden Konflikten ab.» Es sei daher nicht zielführend, wenn jedes Bundesland eigene Regelungen erarbeite und diese dann wieder untereinander abgestimmt werden müssten. Vielmehr müsse der Bund mit einer Bundesverordnung zur «Entnahme von Wölfen» einheitliche Standards schaffen.

«Ein Verweis des Bundesumweltministeriums auf starre EU-Regelungen und die Zuständigkeit der Länder für den Herdenschutz ist da keine Hilfe», meinte Schmidt. «Statt eines Streits auf Kosten der Betroffenen erwarte ich vom Bundesumweltministerium eine engere Zusammenarbeit mit dem Agrarressort, damit Weidehaltung langfristig erhalten bleibt.»

Sachsen, das über die bundesweit größte Population der streng geschützten Tierart verfügt, stelle sich seit mehr als zehn Jahren den Konflikten, die mit der Rückkehr des Wolfs in die Kulturlandschaft verbunden seien. Laut aktueller Zählungen leben im Freistaat derzeit 16 Wolfsrudel.(DPA)