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Schlechte Noten für Chemnitzer Oberbürgermeisterin

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Die Chemnitzer Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig steht zunehmend im Kreuzfeuer der Kritik. Mehr als die Hälfte der Chemnitzer ist mit ihrer Arbeit nicht zufrieden. Das hat eine repräsentative Umfrage unseres Senders ergeben. Dort sagen 51 Prozent der Befragten, dass das Stadtoberhaupt keinen guten Job macht. Viele Chemnitzer sind mehr oder weniger zufrieden. Nur 12 Prozent bescheinigten der OB eine gute Arbeit. Acht Prozent gaben an, dass sie Barbara Ludwig gar nicht kennen. Die Umfrage* haben wir unmittelbar nach den Ereignissen am Stadtfestwochenende gemacht. Der gewaltsame Tod eines Chemnitzers am Rande des Festes hatte zum Abbruch der Veranstaltung geführt. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig steht unter anderem in der Kritik, weil das Stadtfest nach der Bluttat zunächst weiter lief und sie erst spät ihre Anteilnahme gegenüber den Angehörigen des Opfers bekundete.Die jetzigen Tage sind die schwersten ihrer Amtszeit. Rund einen Monat nach der tödlichen Messerattacke und den fremdenfeindlichen Protesten sorgt sich Barbara Ludwig vor allem um das Zusammenleben in der Stadt. "Es hat sich in der Stadt ein Graben aufgetan, von dem wir noch nicht wissen, was von dem Erreichten für die Stadt darin verschwindet." Diesen Satz hat sie in den vergangenen Wochen mehrmals wiederholt, wenn sie von Journalisten zur Situation in Chemnitz gefragt wurde. Um die Stadt zu befrieden, will sie vor allem mit den Bürgern ins Gespräch kommen und Führung zeigen. Sie gibt sich vier Wochen nach den ersten Protesten auch selbstkritisch: "Was ich nicht in dieser Deutlichkeit gesehen habe, ist, dass die Wut der Chemnitzer so stark ist."