++ EIL ++

Sächsische Wirtschaft im Stimmungshoch

Zuletzt aktualisiert:

Sachsens Wirtschaft hat nach Einschät­zung der Indus­trie- und Handels­kam­mern nach einer herbst­li­chen Schwä­che­phase Anfang 2015 wieder Fahrt aufge­nommen. Wie die Kammern am Donnerstag in Dresden mitteilten, beurteilte die Hälfte der rund 1800 befragten Firmen aus den Branchen Indus­trie, Bauge­werbe, Dienst­leis­tungen, Handel und Verkehr die geschäft­liche Lage als gut. Nur acht Prozent gaben schlechte Urteile ab, hieß es.Auch die Geschäfts­er­war­tungen hätten sich leicht verbes­sert. 18 Prozent der Unter­nehmen erwarten in den kommenden Monaten eine verbes­serte Geschäfts­lage, 17 Prozent schlech­tere Zeiten. Die große Mitte rechnet damit, dass es mehr oder weniger so bleibt, wie es ist. Einen Dämpfer erhält die Prognose mit Blick auf Inves­ti­tionen und Beschäf­ti­gung. „Trotz des sehr niedrigen Zinssatzes auf dem Kapital­markt kommen die Inves­ti­ti­ons­pla­nungen nicht in Fahrt“, teilten die Kammern mit. 2014 stieg nach vorläu­figen Angaben der Bundes­agentur für Arbeit die Beschäf­ti­gung in Sachsen zwar um 1,4 Prozent (vorläu­fige Zahl). Aller­dings soll sich der Trend in diesem Jahr deutlich abschwä­chen. Nur noch 17 Prozent der befragten Firmen (Vorjahr: 20 Prozent) planen mit wachsender Beleg­schaft, 15 Prozent (Vorjahr: 10) gaben an, Personal abbauen zu müssen. Als ein Grund dafür wurde auch der gesetz­liche Mindest­lohn genannt. Nach Darstel­lung der Kammern sind ein wesent­li­cher Grund für die vorsich­tigen Prognosen die gestie­genen Geschäfts­ri­siken - in erster Linie der Konflikt um die Ukraine, die anhal­tende Wachs­tums­schwäche im Euro-Raum sowie die Auswir­kungen des Mindest­lohnes. Die Konjunk­tur­um­frage schließt mit Forde­rungen an die Politik. Die Firmen verlangen zum Beispiel mehr Tempo beim Bürokra­tie­abbau, gelockerte Nachweis­pflichten für den Mindest­lohn und eine zügige Freigabe von Förder­mit­teln.